„Die bestverdienendste Musikerin der Welt“

Vor ein paar Tagen parlierte die Moderatorin Jasmin Lanutell vom Berliner „Stadtradio“ im Nachmittagsprogramm über Katy Perry und ihr neues Weihnachtslied. Irgendwie kam die Sprache auch auf ihren Partner, den Schauspieler Orlando Bloom, für den es Geschenke zu finden gelte, was ja angesichts des Reichtums von Perry kein Problem darstelle.

In diesem Zusammenhang sagte die RBB-Moderatorin sinngemäß:

Mit einem Jahreseinkommen von 83 Millionen Dollar ist Katy Perry die bestverdienendste Musikerin der Welt.

Es muß natürlich „bestverdienend“ heißen, da man die Steigerung zum Superlativ nur einmal unterbringen muß und da es wenig Sinn macht, das Wort „verdienend“ zu steigern. Man verdient etwas, oder man verdient nicht. Da gibt es keine Zwischentöne.

Jemand, der 3000 € verdient, ist nicht „verdienender“ als jemand, der nur 2000 € verdient.

Solch eine sprachliche Marotte erwartet man eigentlich nicht beim öffentlichen Rundfunk. Viel schlimmer als dieser Unfug ist allerdings der infantile und heischende Tonfall vieler Moderatoren, mit dem man als Hörer belästigt wird – so auch von der erwähnten RBB-Moderatorin und vielen ihrer Kollegen, die regelmäßig eine künstliche und aufdringliche Nähe zum Hörer herstellen und penetrant gute Laune verbreiten.

Schade, daß der öffentliche Rundfunk mittlerweile derartig degeneriert ist. Da ist der oben geschilderte „Hyperlativ“ noch das geringste Problem.

Satzbau-Inzest mit Julian Reichelt

 

Julian Reichelt ist der Chefredakteur des angesehenen Intellektuellen-Blattes „Bild“. In obigem Tweet begeht er einen sehr häufigen Grammatik-Fehler, indem er einen eingeschobenen Nebensatz nicht mit einem Komma abschließt. Mal abgesehen von einem fehlenden Bindestrich, dem sprachpopulistischen „nix“ und anderen Merkwürdigkeiten des Twitter-Zeitalters müßte der erste Satz wie folgt lauten:

Im @BILD Kommentar erklärt @fpiatov, was von „JAfD“ zu halten ist (nix), und erinnert daran, dass Antisemitismus leider auch in anderen Parteien existiert.

Es muß also ein Komma hinter „(nix)“ eingefügt werden, da hier der Relativsatz endet und der Hauptsatz weitergeht. Schlichtere Geister lassen sich hier von der Konjunktion „und“ benebeln, die zum Hauptsatz gehört, und merken nicht, daß die beiden Sätze links und rechts des „und“ gar nicht zusammengehören, sondern zwei unterschiedliche Satzebenen repräsentieren.

Im normalen Volke wird dieser Fehler sehr häufig gemacht, da man hier schlicht auf das „und“ fixiert ist und nicht den Nerv für die geschilderten grammatischen Feinheiten hat. Dabei ist der semantische Firlefanz dieses Kommafehlers ja geradezu offensichtlich und löst fast körperliche Schmerzen ob des inhaltlichen Nonsenses aus.

Unsere Qualitätsjournalisten üben sich immer häufiger in diesem Dilettantismus. Dieser Satzbau-Inzest ist freilich nicht auf Twitter beschränkt, sondern geschieht ungeniert in aller Öffentlichkeit auf bedrucktem Papier.

Über den etwas dümmlichen Inhalt von Reichelts Tweet wollen wir uns hier nicht weiter auslassen. Das tun die Kommentatoren unter dem Tweet bereits ausgiebig.

Und ein interessantes Interview zum Thema „Juden in der AfD“ kann man hier lesen:

Publico – „Sonst werden wir den Marsch durch die Institutionen antreten“

„Bayerisch“ ohne e

Rechtzeitig zur Landtagswahl in Deutschlands merkwürdigstem Bundesland ist es mal angebracht, auf einen sehr häufigen Fehler hinsichtlich der Schreibweise des Adjektivs „bayerisch“ hinzuweisen. Schon unzählige Male durfte ich die phonetisch-naive Variante wie hier beim Grünen-Politiker Cem Özdemir lesen:

 

 

Selbst Schwaben-Elvis Özdemir verfällt hier also der phonetischen Naivität. Dabei ist schon das Schriftbild ohne e merkwürdig. Auch an diesem kleinen Phänomen zeigt sich immer mehr, wie sehr unsere Schriftsprache verfällt.

Die Phonetisierung der Schriftsprache wurde ja bereits durch die sogenannte „Rechtschreibreform“ vorangetrieben – das „Portmonnee“ läßt grüßen. Und möglicherweise tun alternative Lernpraktiken bei ABC-Schützen ihr Übriges, daß man immer mehr nach Gehör schreibt – und immer weniger Muße hat, die Schrift und die jeweiligen Schreibweisen zu studieren.

Friseurin, Friseuse, Friseusin – Sawsan Chebli und die deutsche Sprache

Sawsan Chebli ist eine schlecht integrierte Tochter palästinensischer Flüchtlinge, die regelmäßig durch abstruse bis zweifelhafte Aussagen auffällt. Mal schlägt sie einen Pflichtbesuch im KZ vor, mal kreiert sie phantasievoll ein traumatisches Erlebnis von „Sexismus“.

In jedem Fall kann man sicher sein, daß der Schwachsinnsseismograph bei ihren Wortmeldungen regelmäßig nach oben ausschlägt. Ist sie doch eine mehrfache Quotendame für die SPD – Frau, Muselmanin, jung.

Einzig in Sachen Sprache scheint Chebli gut assimiliert zu sein. Denn ihrem Intellekt entsprechend haut sie hier eine wunderbare Kostprobe Chantal-Deutsch heraus:

„Friseur“ kommt aus dem Französischen. Die weibliche Form heißt hier in Deutschland „Friseurin“. Die französische Variante wäre „Friseuse“. Kann man auch sagen. Man denke nur an die „Fritteuse“. „Friseusin“ aber ist Nonsens und quasi doppelt gegendertes Diversity-Deutsch.

Vielleicht ist dieser Fauxpas auch nur ein raffinierter Annäherungsversuch an die frühere SPD-Wählerschaft. Das unbedarfte „Friseusin“ entspricht bester proletarischer Unbedarftheit und der Diktion bildungsferner Schichten.

Vielleicht kriegt Chebli ja demnächst einen Integrations-Bambi.